Tablets in der Schule

Wo man auch hinschaut, die Tablets mit dem Apfel ziehen in die Schulen ein. Das ist aus Sicht des Nutzers erst einmal nachvollziehbar. Das Management kann selbst gemacht werden, über eine Firma laufen oder das lokale Kreismedienzentrum kümmert sich darum (zumindest in meinem Kreis). Es gibt unzählige Möglichkeiten der Erweiterung (Apfel-tv usw.) und generell sind viele Dinge auf den Apfel ausgerichtet.

Die Kröning bietet dann die App-Auswahl. Die meisten großen Programme, die eine Schule meint zu laufen sind auch für den Apfel verfügbar und beispielsweise Goodnotes ist ein sehr gutes Programm, um Tafelaufschriebe zu generieren und zu verwalten.

Bedürfnis

Nur was macht eine Schule, die nicht nur Wert auf Datenschutz legt, sondern die auch kein Produkt-Placement möchte, die (zu) große Firmen (Monopolisten) nicht unterstützen möchte, die freie Standards, freie Software und freie Bildung möchte?

In meinem aktuellen Beispiel nutzt eine Schule:

  • Linuxmuster.net für die Schülerverwaltung im Schüler-/Lehrernetzwerk
  • Auf den Clients läuft Ubuntu mit Cinnamon und LibreOffice
  • BBB für Onlineunterricht
  • Greenlight zur externen Verwaltung der BBB-Kurse
  • Moodle als Lernplattform
  • Nextcloud als Wolke

Bis auf Big Blue Button ist alles innerhalb der Schule selbst gehostet. Das hat viel Geld für die Einrichtung gekostet, läuft aber mittlerweile sehr gut. Nun werden aber die Klassenräume immer mehr ausgestattet und es stellt sich die Frage:

Wie sieht das Bedieninterface der Lehrkraft aus?

Ein Notebook und eine Dokumentenkamera ist momentan vorhanden. Doch aus den Lockdowns heraus ist der Wunsch entstanden direkt an einem device handschriftlich arbeiten zu können.

Bisher wurde versucht, ob nicht mit Grafiktablets von Wacom einfach die vorhandenen Computer gesteuert werden könnten. Allerdings sind die Treiber der Community (keine Kritik, tolle Arbeit) viel schlechter, als die für Windows und Wacom sieht auch keinen Anlass, hier zu investieren. Und es wäre sehr teuer (~1700 Euro für ein großes Gerät mit Fingertouch).

Programm für den Tafelaufschrieb

Welches Programm kann im Bereich der Freien Software (FOSS) Notizenapps wie Goodnotes ersetzen?

Bisher wurde OpenBoard getestet. Das ist ein nettes Programm, für ein digitales Whiteboard. Aber da es zwei-Finger-Zoom und verschieben nicht kann, fällt es leider raus. Die Bedienung der Lupe ist nicht schön.

Kennt jemand Alternativen?

Die Bedingungen sind recht einfach. Die Lehrer wollen etwas aufschreiben, per Stift auf einem Touchscreen und mit den Fingern zoomen und scrollen. Die Dateien sollten speicherbar sein, sodass sie auch auf einem Nextcloud-Ordner liegen können.

Hardware

Ich habe gesehen, dass Shift (vom gleichnamigen Shiftphone), beispielsweise das Shift 13mi anbietet. Laut der Beschreibung kann hier ein Ubuntu installiert werden. Damit wäre es mehr als Computer anzusehen und weniger als großes Smartphone. Somit könnten wir ein Image mithilfe von Linbo erstellen und das Gerät bespielen. Eine USB-C Dockingstation könnte dann ja ermöglichen, dass Tastatur, Beamer und Co mit einem Kabel angeschlossen wird.

Zusammengefasst:

  • Gibt es Erfahrungswerte und könnte derjenige Kontakt mit mir aufnehmen?
  • Gibt es brauchbare Notizen FOSS-Programme?
  • Gibt es Hardwareempfehlungen?

5 Antworten auf „Tablets in der Schule“

  1. Xournal++ kann ich auch sehr empfehlen (kann u.a. auch TeX-Formeln). Ich nutze es mit einem Artist 13 pro: https://www.xp-pen.com/product/464.html Diese sind deutlich günstiger als Wacom und haben Linuxtreiber direkt vom Hersteller. Getestet in dieser Kombi ab und zu in Präsenz, das Grafiktablett nutze ich aber vor allem für Lehre per Video, da es mir zu schwer zum Mitnehmen ist. Fest installiert, wäre das aber kein Nachteil.

    1. Danke für den Tipp, Xournal++ macht im kurzen Anschauen einen wirklich brauchbaren Eindruck. 🙂

      Das xp-pen Linux Treiber liefert ist top! Mein jetziges Wacom läuft noch. Bleibt aber in der Beobachtung.

  2. Letzte Woche habrn wir eine Ladung Lenovo Duet 3 bekommen. Ich wusste erst nicht so recht was ich von dem Tablet / Convertible halten soll, weil mir einfach die Erfahrung mit Windows Mobilgeräten / Chromebooks fehlt.
    Aber Ubuntu drauf installiert läuft super. Das kann wohl auch per Lenovo Pen genutzt werden, wäre das nicht als Hardware was? Die meisten Leute die ich aber kenne und stifte nutzen sind Künstler und würden deshalb Krita für Zeichnungen nutzen. Eher nicht das was du suchst …

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