Hinweisgeberschutzgesetz

Nun liegt vom Bundesministerium der Justiz (BMJ) ein „Entwurf eines Gesetzes für einen besseren Schutz hinweisgebender Personen sowie zur Umsetzung der Richtlinie zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden“ vor.

Dahinter steckt die Idee, dass die Beschäftigten eines Unternehmens am besten wissen, wenn etwas Illegales in der Firma läuft. Um diejenigen zu schützen, welche den Mut haben, das zu melden, gibt es nun diesen Entwurf.

Die Meldung soll Übrigens geschützt werden, muss aber nicht anonym möglich sein. Tatsächlich ist das recht interessant, da natürlich stets ein gutes Maß gehalten werden muss. Entweder ich machs anonym, dann melde ich mal eben den unbeliebten Kollegen. Oder ich mache es nicht anonym, dann muss sich der „ehrliche Melder“ sicher sein, dass außer der Meldestelle keiner etwas erfährt.

Interessant wird die Umsetzung. Es wird sich zeigen, ob diese Regelung etwas verbessert, ob sich einfach gar nichts tut, weil ein rechtlicher Schutz nicht vor sozialen Auswirkungen eines „Whistleblowing“ schützt oder ist das der erste Stein auf dem Weg zu Firmen, in denen keinem mehr getraut werden kann. Wie immer wird es kein Extrem geben, sondern das Pendel einfach ein bisschen bewegen. Offensichtlich ist es an der Zeit das Pendel ein bisschen in Richtung Hinweisgeberschutz schwingen zu lassen.

Quellen:
Hinweisgeberschutzgesetz (Entwurf)

2 Antworten auf „Hinweisgeberschutzgesetz“

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